Die Trave. Leben in Lübeck
Trave

Wohnen in der Altstadt - Wohnen im Herzen Lübecks

Aktuelle Projekte

Einen Einblick in das letzte Sanierungsprojekt der Grundstücks-Gesellschaft Trave auf der Lübecker Altstadtinsel in diesem Förderprogramm finden Sie auf dieser Seite. Die Artikel sind chronologisch sortiert und der Lübecker Altstadtzeitung entnommen, die Sie als vollständige Ausgabe hier finden. 

Die Trave hat den Erwerb der Grundstücke im Gründungsviertel für die Hansestadt Lübeck betreut. Informationen zum Gründungsviertel finden Sie hier.

Große Burgstraße 53

Eine wunderbare Winterbaustelle

Die Große Burgstraße 53 muss von Grund auf statisch gesichert werden

Von der Gebäudegröße her haben in der Großen Burgstraße 53 viele HandwerkerInnen Platz. Das Haupthaus hat vier Geschosse, der Seitenflügel zwei. Doch bei dieser Baustelle geht es weniger um das Nebeneinander als um die zeitliche Abfolge. Denn bevor wichtige Bauteile angefasst
werden können, muss zunächst das statische Grundgerüst gesichert werden. Anfang Oktober hat der Prüfstatiker das OK für die Planung gegeben. Nun kann die städtische Sanierungsträgerin TRAVE mit den Arbeiten an dem denkmalgeschützten Altstadthaus beginnen.

Als Erstes wurden die Fassaden eingerüstet. Schon das Baugerüst hilft, die Standsicherheit während der Bauphase zu sichern. Gleichzeitig begann die statische Sicherung im Keller, wo ein Fundament bisher völlig fehlte. Die Grundmauern standen einfach auf dem verdichteten Erdreich. Nun haben die Zimmerleute die Kellerdecke mit Metallstützen provisorisch bgestützt. Danach konnten die Rohbauer Mauertaschen in den alten Ziegelmauern anlegen, über die die neue Betonsohle mit den alten Mauern verzahnt wird.

Diese Arbeiten sind Voraussetzung dafür, dass die Zimmerleute die Deckenbalken ergänzen und ertüchtigen können. Das Schadensbild ist auch hier eindeutig. Ein Balken ist trotz einer irgendwann angebrachten Metallschiene gebrochen. Ein anderer ist nach Schädlingsbefall am Zerbröseln. Die Kellerdecke hat sich insgesamt im hinteren Gebäudeteil abgesenkt. Der Boden hingegen ist hier höher, so dass die lichte Raumhöhe nur noch 1,50 Meter beträgt. Das muss im Laufe der Sanierung behoben werden, denn die vier geplanten Wohneinheiten sollen im Keller jede einen Abstellraum bekommen. Hundertprozentig waagerecht wird die Kellerdecke – und damit der Boden im Erdgeschoss – aber nicht werden. Es geht einfach darum, eine  alltagstaugliche Ebene herzustellen.

Teilnehmerwettbewerb für Handwerksfirmen

Angesichts der aufwändigen Sanierung war schnell klar, dass wir bei der gesamten Baustelle die Kosten im Auge behalten müssen. Daher gibt es für alle Gewerke ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren. In einem bundesweiten Teilnehmerwettbewerb konnten zunächst Handwerksfirmen ihr Interesse bekunden und ihre Erfahrung in der Sanierung historischer Bausubstanz nachweisen. Diese Firmen nehmen nach und nach an beschränkten Ausschreibungen teil, bei denen nach Preis entschieden wird. „Das ist besonders für die Rohbauer eine wunderbare Winterbaustelle“, erklärt Ulrike Steinfatt von der TRAVE. Nach den Gerüstbauern, den Rohbauern und Zimmerleuten kamen bereits die Dachdecker ins Spiel. Sie mussten als Erstes die Kehlrinne im Übergang zu den Nachbarhäusern abdichten, damit die Mauern nicht weiter vom Regen durchfeuchtet werden. Steinfatt ist sich sicher: „Technisch ist das alles machbar. Es kommt bei diesem großen Puzzle aber darauf an, behutsam vorzugehen. Erst wenn das statische Gefüge in Keller und Erdgeschoss wiederhergestellt ist, können die anderen Gewerke – voraussichtlich ab Frühjahr 2017 – in den oberen Geschossen tätig werden.“

Altstadtzeitung Ausgabe 55 / Dezember 2016
Redaktion: bfö Büro für Öffentlichkeitsarbeit
www.bfoe-hh.de

Zweites Treppenhaus geplant

In der Großen Burgstraße 53 ist auch die Erschließung eine Herausforderung

Das denkmalgeschützte Mehrfamilienhaus in der Großen Burgstraße 53 hat das Potenzial, ein besonderes Schmuckstück zu werden. In unmittelbarer Nähe des Burgtors entstehen in dem dreigeschossigen Haus insgesamt vier Wohneinheiten – drei im Vorderhaus und eine im Seitenflügel. Die künftigen BewohnerInnen werden sich auch über den großen Garten freuen können. Doch bis es dazu kommt, muss die stark geschädigte Bausubstanz fachgerecht saniert werden. Die Grundstücks-Gesellschaft TRAVE hat als städtische Sanierungsträgerin bereits den Bauantrag gestellt.

Wer das Haus betritt, steht zunächst in einem langen Flur, von dem links und rechts Zimmer mit historischen Holzwänden abgetrennt sind. Hat man die 17 Meter durchschritten, kommt man zum historischen Treppenaufgang, über den auch der Seitenflügel erschlossen wird. Der Blick durch die Fenster geht zum langgezogenen Garten, der das Grundstück abschließt. Der schmale Grundriss war dann auch eine der großen Herausforderungen für die Planung. Zumal sich über das denkmalpflegerisch bedeutsame Treppenhaus heutzutage kein Mehrfamilienhaus mehr erschließen lässt. Die Holztreppe entspricht nicht den heutigen Bestimmungen in punkto Brandschutz.

Die ArchitektInnen Nicola Petereit und Jörg Haufe haben in ihren Planungen daher ein zweites Treppenhaus vorgesehen. „Das historische Treppenhaus schlagen wir der Wohnung im Seitenflügel zu. Damit können wir hier eine abgeschlossene Wohneinheit über zwei Etagen herstellen“, erklärt Petereit. Für ein wohnungsinternes Treppenhaus gelten geringere Anforderungen. Und der Seitenflügel wird dadurch in Gänze denkmalgerecht erhalten. Ins Erdgeschoss kommen ein Wohnraum mit Kachelofen und die Wohnküche mit Zugang zu einer Terrasse. Das Bad findet noch neben der Treppe im Haupthaus Platz. Im ersten Obergeschoss bietet sich dann das hintere Zimmer als Schlafraum an, weil das vordere zwangsläufig ein Durchgangszimmer ist.

Zweites Treppenhaus mittig angeordnet

Um im Haupthaus Durchgangszimmer zu vermeiden, haben die ArchitektInnen das zweite Treppenhaus mittig angeordnet. So können in den oberen Stockwerken die Wohnräume jeweils zur Straßen- und Gartenseite angeordnet und von einem Flur in der Mitte aus erreicht werden. Hier entstehen zwei Maisonette-Wohnungen: Die eine liegt im ersten Obergeschoss und hat noch die straßenseitige Hälfte des zweiten Geschosses für sich. Die andere beginnt im gartenseitigen Teil des zweiten Obergeschosses und umfasst auch noch das Dachgeschoss.

Bei der Abgrenzung der Wohneinheiten mussten die PlanerInnen neben dem Brandschutz auch den Schallschutz berücksichtigen. Um die historisch wertvollen Holzwände zu erhalten, setzen sie daher auf Trockenbauwände als zweite Schicht. Von jeweils einer Seite können die alten Wände dann sichtbar bleiben und das Raumgefühl des Altstadthauses prägen. Das gilt auch für die vierte und kleinste Wohneinheit des Hauses, die im Erdgeschoss rechts angesiedelt ist. Das Gebäude ist fast vollständig unterkellert. Neben Abstellräumen für die vier Wohnungen sind hier auch Anschlüsse für die Waschmaschinen aller BewohnerInnen geplant.

Eingriffe mit Denkmalpflege abgestimmt

Wegen der geringen Raumhöhe in den oberen Geschossen ist nicht überall eine Aufdopplung der Böden oder Decken möglich. Hier bedarf es besonderer Lösungen, um sowohl dem Schallschutz als auch den Anforderungen der Tragwerksplanung gerecht zu werden. Mit der Denkmalpflege werden alle Eingriffe abgestimmt. So reagiert zum Beispiel die Lage des neuen Treppenhauses auf das Schadensbild in den Deckenbalken. Für die Fachleute ist immer von Bedeutung, dass insgesamt möglichst viel historische Bausubstanz erhalten und denkmalgerecht ertüchtigt werden kann.

Altstadtzeitung Ausgabe 51 / Dezember 2015
Redaktion: bfö Büro für Öffentlichkeitsarbeit
www.bfoe-hh.de

Das Wunschkonzept steht fest

Kleinstwohnungen werden durch größere Wohneinheiten ersetzt

Die Große Burgstraße 53 repräsentiert ein großes Lübecker Dielenhaus und wurde erstmals im Jahr 1289 erwähnt. Nach den ersten baulichen Änderungen im 16. und 17. Jahrhundert folgten weitere umfangreiche Umbauten im 18. und 19. Jahrhundert. Die klassizistische Fassade von 1824 und das Mansarddach sind bis heute erhalten geblieben. Der Seitenflügel stammt aus der Zeit des Barocks. Seit Ende 1978 steht das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz.

Ein Modernisierungsgutachten und ein Nutzungskonzept sind vom Lübecker Architekturbüro Haufe und Petereit vorbereitet worden. Der Antrag auf Städtebau-förderungsmittel wird derzeit vom Innenministerium bearbeitet.
Gemäß des erstellten Konzeptes entstehen im Vorderhaus zwei großzügige Maisonette-Wohnungen über je zwei Etagen. Im Seitenflügel ist eine weitere Wohnung geplant.
Im Rahmen der Sanierung soll so viel wie möglich von der historischen Bausubstanz erhalten bleiben.

Impressionen

 
 
 
 

Altstadthäuser sind alles, nur nicht rechtwinklig

3-D Vermessungen liefern ein getreues Abbild aller Verformungen

Große Burgstraße 53, Hofseite:
Stefan Lorenz beugt sich über sein Vermessungsgerät und peilt die Rückwand des denkmalgeschützten Hauses an. Ebene für Ebene vermisst das Gerät die Backsteine, Fensterrahmen, jeden einzelnen Metallbeschlag. Die 3D-Pläne, die Lorenz aus den Messungen errechnet sind Grundlage für die spätere Sanierung. Mit den Planungen dazu will die städtische Sanierungsträgerin, die Grundstücks-Gesellschaft »Trave« mbH, jetzt beginnen.Der letzte Mieter ist im März 2011 ausgezogen. Und nachdem dann die Wandverkleidungen abgebaut waren, traten die Schäden an der Bausubstanz im Haupthaus – drei Stockwerke plus Dachgeschoss – deutlich zutage. Beim zweigeschossigen Seitenflügel bröckelt ebenfalls der Putz von der Außenwand. Ein Anbau ist so verfallen, dass längst Bäume durchs löchrige Dach wachsen. Die »Trave« will die alten Kleinstwohnungen durch größere Wohneinheiten ersetzen, die den heutigen Ansprüchen genügen. Für die architektonische Neuplanung ist eine genaue Bestandsaufnahme wichtig.

In Lübeck ist alles schiefwinklig

Genau deswegen ist Stefan Lorenz hier. Der Denkmallpflege-Techniker hat seit 15 Jahren zahlreiche Gebäude der Hansestadt von innen und außen vermessen. „In Lübeck ist alles schiefwinklig“, weiß er aus Erfahrung. Seine Arbeit beginnt mit Klebepunkten, die er an den Wänden verteilt. Drei dieser Messpunkte muss er anpeilen, um sich räumlich zu verorten. „Damit starte ich in der schwierigsten Etage, meist dem Dach.“ Nachdem er ausreichend Referenzpunkte festgelegt hat, stellt Lorenz sein Messgerät – Fachbegriff Tachymeter – auf. Es sieht ungefähr so aus, wie man es von Straßenvermessungen her kennt. Damit peilt der Fachmann die einzelnen Ebenen der Wände nacheinander an. Die Messdaten werden gleich im angeschlossenen Laptop gespeichert und später im Büro aufgearbeitet. Das CAD-Programm liefert Ansichten, für die eine Vielzahl von Ebenen kombiniert wird. Die Auswertungsmöglichkeiten für die ArchitektInnen sind später sehr komfortabel. So können beispielsweise Heizkörper, die im Zuge der Sanierung verschwinden, gleich ausgeblendet werden. Alternativ kann Lorenz auch einen 3D-Scanner einsetzen. Dieser rotiert für zirka 15 Minuten um sich selbst und nimmt dabei ein Bild des ganzen Raumes auf. Dieses Verfahren ist immer dann gefragt, wenn nicht nur Pläne, sondern dreidimensionale „Orthofotos“ gebraucht werden. Hierbei kann der Betrachter am Computer jeden möglichen Blickwinkel einnehmen und quasi virtuell durch das Gebäude wandern. Bei einem kleinen Haus sind dazu 20 bis 30 Scans nötig.

Fehlerquote bei null Prozent

Ein Gebäudeensemble wie das in der Großen Burgstraße 53 hat Lorenz in zwei bis drei Wochen vermessen. Ein Mitarbeiter übernimmt die Weiterverarbeitung im Büro. Der Aufwand und die Kosten für die ausführliche Vermessung lohnen sich. Jeder Balken kann mit seinen Unebenheiten und der genauen Lage bei den Planungen berücksichtigt werden. Die Fehlerquote des verformungsgetreuen Aufmaßes liegt bei null Prozent. Wie sich die neuen Wohnungen in die alte Bausubstanz einfügen lassen, liegt nicht mehr in der Hand des Vermessers. Lorenz: „Was sich hier planerisch umsetzen lässt, müssen die ArchitektInnen entscheiden.“

Altstadtzeitung Ausgabe 33 / Juni 2011
Redaktion: bfö Büro für Öffentlichkeitsarbeit
www.bfoe-hh.de


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